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Viebig-Werke im Ausland
Archiv und Copyright Dieter Heimer
Zusammenstellung Sophie Lange
Clara Viebigs Bücher hatten nicht nur in Deutschland Erfolg, sondern auch in anderen Ländern und Sprachen. Hier eine Auflistung der bisher bekannten Auslandswerke.
(Jahreszahl hinter den ausländischen Titeln bedeutet Erscheinungsjahr im entsprechenden Land, ein Fragezeichen sagt, dass das Erscheinungsjahr nicht bekannt ist. Die Jahreszahl hinter den deutschen Titeln bedeutet Erstausgabe in Deutschland)
Außerdem erschienen einige Bücher in Russland – und laut Clara Viebig– auch in Japan und China. Sie sagte in einem Interview: „Meine Werke sind in alle Kultursprachen übersetzt. Sie erschienen auch in Japan und in China. Nur die Türkei schloss sich aus.“ (Clara Viebig: Mein Leben 1860-1952, Seite 194. Quelle: Neue Züricher Zeitung) Bücher aus diesen Ländern sind jedoch bisher nicht aufgetaucht.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass folgende Werke aus der Eifel übersetzt wurden:
Kreuz im Venn (Niederländisch, schwedisch)
Weiberdorf (französisch, tschechisch)
Vom Müller Hannes (Tschechisch)
Einer Mutter Sohn, (englisch und norwegisch) Szene im Venn, sonst in Berlin spielend.
Der Moselroman „Die goldenen Berge“ wurde auf Englisch in England und in Amerika vertrieben, ebenso die Novelle „Brennende Liebe“.
In der Hitliste der Bücher in fremden Sprache führt mit fünf Übersetzungen der Berliner Dienstbotenroman von 1900 „Das tägliche Brot“ (englisch, franz. niederländisch, dänisch, tschechisch).
Mit vier Übersetzungen punktet der Roman aus dem Ersten Weltkrieg „Töchter der Hekuba“ (englisch, französisch, finnisch, schwedisch).
Dreimal übersetzt ist „Das schlafende Heer), ein Roman aus Posen (englisch, niederländisch, finnisch).
Jeweils zweimal fanden den Weg ins Ausland:
Unter dem Freiheitsbaum (französisch, niederländisch)
Die Wacht am Rhein (französisch, niederländisch)
Die Dilletanten des Lebens (französich, norwegisch)
Das rote Meer (niederländisch, finnisch)
Absolvo te (englisch, niederländisch)
Besondere Erwähnung verdient ein Clara Viebig-Buch, das in Amerika als Schullektüre verwandt wurde: Der Gefangene, 1931, aus dem Novellenband „Franzosenzeit“ von 1925. Das in New York herausgegebene Buch enthält neben dem deutschen Text ein englisches Vorwort (Preface) von O. S. Fleissner und E. Mentz-Fleissner vom Wells College in Aurora, New York. Diese Schule ist „a private liberal arts college and an exquisite campus in the heart of the finger lakes region of New York“.
In der Lektüre beleuchtet eine sehr ausführliche „Introduction“ das Werk und das Leben der Dichterin. Hier wird als erste Veröffentlichung ein Artikel erwähnt, der in der Volkszeitung von Berlin erschien: „Märchen auf den Pfaden Andersens gepflückt“. Danach war die Berlinerin „encouraged to continue“.
Die Schüler bekamen außerdem Fragen in Deutsch zu jedem Kapitel gestellt. Verschiedene Themen mussten ausgearbeitet werden. Notizen übersetzten schwierige Formulierungen. Hier wird beispielsweise die Mosel genau erklärt.
Abschließend erleichterte ein Vokabulary den Schülern das Erlernen der deutschen Sprache, zum Beispiel: das Eifelkind = the child of the Eifel mountains. Mehrere Zeichnungen lockerten den Text auf.
Die Lektüre erreichte mehrere Auflagen.