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Unerklärliches aus dem Grenzbereich


Buchbesprechung zu „Ufos im Dreiländereck, Band I“ von Willi Schillings
Von Sophie Lange In: Köln. Rundschau, Eifelland, 14.04.1993
Foto: Willi Schillings


„Etwa 200 Meter vor dem Ortsausgang Schleiden steigt die Fahrbahn an, um danach etwa 500 Meter abzufallen. Gegenüber von einem Zeltplatz befindet sich die Stelle, an der alles nicht mehr so ist, wie es uns die Wissenschaft seit Jahrhunderten erklärt, dass nämlich alles von oben nach unten zu fallen hat, weil es die Anziehungskraft gibt.“ Dieser Text von Rainer Holbe veranlasste Willi Schillings aus Langerwehe/Düren, diesen Platz aufzusuchen. Dort sollte unter anderem ein Pkw im Leerlauf rückwärts den Berg hinaufrollen, ein Phänomen, das in der Eifel schon lange bekannt sei. Bei Experimenten funktionierte die Sache jedoch nicht, weder mit Pkw noch mit Mountainbike.

Willi Schillings besuchte viele Plätze, die durch rätselhafte Vorkommen bekannt geworden sind. Seine Beobachtungen hat er in dem jetzt im Eupener Grenz-Echo-Verlag erschienenen Buch „UFOs im Dreiländereck“ veröffentlicht.

In Grenzbereiche führt das Buch gleich in doppelter Sicht. Es werden nicht nur die räumlichen Grenzen zu Belgien, Holland und Luxemburg überschritten, sondern auch die Grenzen zwischen der realen und der irrealen Welt. Zwischen den Welten geistern gespensterhafte Spuklichter und weiße Frauen. Christliche Madonnen erscheinen im gleißenden Licht und übermitteln mahnende Botschaften. Nicht zu identifizierende Flugobjekte, sogenannte UFOs, verunsichern die Menschen.

Das rätselhafte Eifelland i

Abb. Karikatur von Bernd Kehren. In: Köln. Rundschau vom 20. Februar 1993 Das rätselhafte Eifelland ist Willi Schillings wohl bekannt mit Ufos, Tempeln, Kornfeldkreisen und Steinen, die die Richtung weisen.

„Eine Bestandsaufnahme“ nennt sich das Buch. Festgehalten sind zahlreiche UFO – Sichtungen, vor allem in Belgien, denn dort können entsprechende Forschungsgruppen und Vereine „viel unbeschwerter agieren als im obrigkeitshörigen Deutschland.“ Nur 20 Prozente aller UFO - Sichtungen gelangen an die Öffentlichkeit, wobei jedoch stets offen bleibt, ob die Himmelserscheinungen durch Meteoriten, Kugelblitze, Nordlichter, Flugkörper oder durch Überirdisches entstanden sind.

Zusätzlich besuchte Willi Schillings viele Örtlichkeiten, die in Sagen erwähnt sind. Dabei nutzte er die 1911 und 1914 veröffentlichten Sammlungen des aus Breitenbenden/Mechernich stammenden Sagenforschers Heinrich Hoffmann. Schillings weiteres Interesse galt Felsritzungen, Kultsteinen und Kultstätten, wie zum Beispiel den Matronentempeln in Nettersheim und Nöthen/Pesch. Des Weiteren untersuchte er Bodenkreise.

Langerwehe, Am Kammerbusch

Foto: Langerwehe, Am Kammerbusch: Bodenkreis aus hohem, welkem Gras Anfang Dezember 1991

Manche Phänomene unterschiedlichster Zeitepochen werden an ein und demselben Ort beobachtet, woraus der Autor folgendes Resümee zieht: „Die Beziehungen der verschiedenen Phänomene auf einen statistischen Nenner gebracht, komme ich zu dem Ergebnis, dass die alten Erscheinungen und die heutigen UFO – Sichtungen mindestens fünfmal an denselben Orten auftreten. Mindestens zwei verschiedene Phänomene treten an ca. 30 Orten auf, und die Beziehung Weihesteine und Altäre alter Göttinnen sowie spätere Erscheinungen weißer Frauen bzw. Spuklichter gab es mindestens in zwölf Orten.“